Sprachvermögen

Die Ausbildung eines guten Sprachvermögens ist nicht nur Anliegen der Gesellschaft, sondern spielt bereits in der Schule eine große Rolle. Der Umgang der Schüler in den naturwissenschaftlichen Unterrichtsfächern soll die sprachlichen Fähigkeiten und somit das Sprachvermögen fördern und ausbauen. Ein Kind kann das, was ihm gerade durch den Kopf geht, seine Beobachtungen und Erklärungen am besten dann mitteilen, wenn es über ein gut ausgeprägtes Sprachvermögen verfügt. Mündliches und schriftliches Sprachvermögen sollte frühzeitig erlernt werden.

Das mündliche Sprachvermögen dient dem eindeutigen formulieren von Hypothesen und Beobachtungen zum mündlichen Austausch. Durch die Schulung des Sprachvermögens lernt ein Kind am ehesten anderen zuzuhören, seinen Standpunkt objektiv ausgedrückt zu vertreten, eventuell begründete Vorhersagen zu formulieren oder im Rahmen der Gegebenheiten auf das Ziel einer Gruppe von Gesprächsteilnehmern hinzuarbeiten. Durch die Anwendung des schriftlichen Sprachvermögens ist der Geist zur Arbeit an den eigenen Gedanken sozusagen gezwungen.

Dieser Arbeit an den eigenen Gedanken, auch Exteriosieren genannt, deckt und klare oder im Dunkeln liegende Wortstellen auf und vermag es so Erfahrungen und Informationen aus der Vergangenheit festzuhalten und zu Papier zu bringen. Dabei ist schriftliches Sprachvermögen in der Lage während des Aufschreibens ganz neue Gedanken entstehen zu lassen. Krankheiten, die wie beispielsweise ein Schlaganfall die Grundfunktionen beeinträchtigen, können auch mit partiellem oder totalem Verlust des Sprachvermögens einhergehen.